
Die psychosoziale Beratung ist eine tragende Säule der Gesundheitsvorsorge in Österreich. Tagtäglich helfen Berater:innen Menschen, Lebenskrisen zu bewältigen, Burnout vorzubeugen und psychisches Wohlbefinden zu stärken. Ihr Beitrag zur Gesellschaft ist enorm – doch ihre eigene soziale Absicherung ist alarmierend schlecht.
Ein Beruf mit hoher Verantwortung, aber ohne Sicherheit
Obwohl psychosoziale Berater:innen für viele Menschen eine essenzielle Anlaufstelle sind, stehen sie selbst oft auf wackeligen Beinen. Die meisten sind als Ein-Personen-Unternehmen (EPU) tätig und damit von den strukturellen Schwächen der Selbstständigkeit betroffen:
🛑 Geringe Absicherung im Krankheitsfall: Ein längerer Krankenstand kann schnell zur Existenzbedrohung werden. Erschwerend kommen dann auch noch die 20% Selbstbehalt bei jedem Arztbesuch dazu.
🛑 Keine Arbeitslosenversicherung: Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, fällt ohne teurer Zusatzversicherung durch das soziale Netz.
🛑 Fehlende faire Honorare: Die finanzielle Lage vieler Berater:innen ist unsicher, da Beratungsleistungen von öffentlicher Seite nicht oder nur unzureichend honoriert werden.
❗ Diese prekäre Situation führt dazu, dass viele qualifizierte Fachkräfte den Beruf aufgeben – ein Verlust für unsere gesamte Gesellschaft!
Unsere Forderung: Soziale Absicherung für psychosoziale Berater:innen!
Es braucht endlich eine faire und nachhaltige Lösung für die soziale Absicherung dieser wichtigen Berufsgruppe. Deshalb setzen wir uns für folgende Maßnahmen ein:
✔ Krankenversicherung reformieren: Ein fairer Krankengeldanspruch ab dem ersten Tag, um Existenzen zu sichern. Aktuell können EPUs erst ab dem 43. Tag Krankengeld beziehen.
✔ Arbeitslosenversicherung für EPUs: Selbstständige dürfen nicht länger durchs Raster fallen – eine leistbare und gerechte Absicherung muss her.
✔ Faire Honorare durch öffentliche Förderung: Psychosoziale Beratung ist Gesundheitsvorsorge! Ihre Finanzierung durch Sozialversicherungsträger muss sichergestellt werden.
✔ Pensionsansprüche verbessern: Viele Berater:innen können sich hohe Pensionsbeiträge nicht leisten – das darf nicht in Altersarmut führen.
Soziale Gerechtigkeit ist wählbar!
✔ Wir stehen für eine Politik, die nicht nur große Konzerne unterstützt, sondern besonders auch die vielen engagierten Selbstständigen, die unser Gesundheitssystem entlasten.
✔ Mit Deiner Stimme sorgen wir dafür, dass psychosoziale Berater:innen die Absicherung bekommen, die sie verdienen – für ein gesundes Österreich, in dem niemand zurückgelassen wird.
✔ Jetzt handeln – für faire Bedingungen in der psychosozialen Beratung!
Unser Wahlvorschlag besteht aus folgenden, unabhängigen Kolleg:innen:
- Thomas Kalkus-Promitzer
- Hannes Baptist, BA., CMC
- Mag. Marianne Raiger
- Sandra Baptist
- Johann Schwarzinger
- Dipl.-Ing. Walter Raiger
- Sonja Karin Wallner
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